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Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist ein modifiziertes psyhoanalytisches Verfahren. Es wird davon ausgegangen, dass wir unser Leben nicht nur mittels unseres bewussten Willens gestalten, sondern dass alles, was wir fühlen, denken, wahrnehmen oder entscheiden, auch von unbewussten psychischen Einflüssen abhängt. Zu diesen Faktoren, die wir nur eingeschränkt wahrnehmen und beeinflussen können, gehören innere Konflikte, welche das spätere erwachsene Leben insbesondere dann bestimmen, wenn sie schon in der Kindheit auftraten.

Eine weitere Ursache für psychische Erkrankungen sieht die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie in anhaltender Vernachlässigung, Misshandlung oder emotionaler Kälte und Distanz während der ersten Lebensjahre. Unter solchen ungünstigen Lebensbedingungen entwickeln Menschen nicht oder nur eingeschränkt die Fähigkeit, sich ein Bild von sich selbst und von anderen Menschen, mit allen positiven und negativen Eigenschaften, zu machen. Sie haben Schwierigkeiten stabile Partnerschaften einzugehen oder das eigene Verhalten und die eigenen Gefühle zu steuern. Sie können sich nur eingeschränkt in andere Menschen und auch in sich selbst hineinversetzen.

Unbewusste Konflikt und/oder Defizite aus der Kindheit, bestimmen auch die Beziehung zum Psychotherapeuten. Tiefenpsychologisch arbeitende Psychotherapeuten helfen ihren Patienten in einer vertrauensvollen Atmosphäre, die unbewussten Faktoren ihrer psychischen Beschwerden herauszufinden. Zugleich unterstützen sie ihre Patienten dabei, in der aktuellen Lebenssituation Lösungen für ihre Konflikte und Einschränkungen zu finden, um ihnen auf diese Weise eine gesündere und weniger belastende Lebensgestaltung zu ermöglichen.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie findet in Einzelgesprächen, in der Regel ein- bis zweimal wöchentlich, statt. Eine Therapie kann zwischen sechs Monaten (Kurzzeittherapie) und bis zu drei Jahren (Langzeittherapie) dauern.